Presseberichte Projekt Mühlbachhaus

Schorndorfer Nachrichten 20.06.08:

Schorndorfer Nachrichten 10.03.07:

Seniorenzeitung Rems-Murr Oktober 2006:

www.schorndorf.de  01.06.2006

Baugenehmigung für Mehrgenerationen-Haus erteilt
Wohngemeinschaft mit eigener Haustür - Freundliche Atmosphäre angestrebt - "Mühlbachhaus" als dreiteiliger Baukörper geplant

(jab) - Vor drei Jahren war das "Mehrgenerationen-Haus" noch eine Idee der Lokalen Agenda. Inzwischen sind daraus Nägel mit Köpfen geworden. Oberbürgermeister Winfried Kübler und Bauordnungsamtsleiter Joachim Quednau haben Vertretern der Baugemeinschaft die Baugenehmigung mit den fünf Zentimeter dicken Planunterlagen ausgehändigt.

Geplant ist die dreiteilige Wohnanlage in der Bismarckstraße "Am alten Mühlbach". Initiator Hans-Martin Tramer spricht rückblickend von einer "schwierigen Aufgabe, die 30 beteiligten Partien unter einen Hut zu bringen". OB Winfried Kübler nennt dies eine "beachtliche Leistung", wobei letztendlich die Mühen belohnt worden seien. In den drei Häusern, die sich um einen autofreien Wohnhof gruppieren, sind 23 Eigentumswohnungen und sieben Mietwohnungen geplant. Zu ihnen gehört jeweils ein Tiefgaragenplatz. Die Wohnungen sind zwischen 44 Quadratmeter und 135 Quadratmeter groß. Es stehen zwei Treppenhäuser plus Aufzug ab Tiefgarage zur Verfügung.

Die große Wohngemeinschaft mit jeweils eigener Haustür soll der Vereinzelung entgegenwirken. Versprochen wird von den Initiatoren eine "hohe Lebensqualität", die durch ökologisch-innovative und aufgelockerte Architektur entstehen soll. Die drei zweieinhalbgeschossigen Gebäude werden um einen Wohnhof gruppiert. Zudem stehen den Mietern und Eigentümern über 200 Quadratmeter Gemeinschaftsräume zur Verfügung. Dazu zählen eine 80 Quadratmeter große Cafeteria, die allerdings nur für die Bewohner zugänglich ist, eine Kreativraum und eine Werkstatt. Hinzu kommen Bewegungsräume, jeweils gesondert für Kinder und Erwachsene. Somit wird es möglich, bei schlechtem Wetter Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten anzubieten. Alle privaten Balkone sind zudem zur Sonne ausgerichtet.

Den Initiatoren schwebt folgendes Ergebnis vor: "Insgesamt wird so eine ausgeprägte nachbarschaftliche und kinderfreundliche Atmosphäre entstehen, die alle Voraussetzungen für eine lebendige Wohngemeinschaft bieten." Initiator Hans-Martin Tramer weist darauf hin, dass alle Altersklassen willkommen sind, die Menschen jedoch selbstständig wohnen und keineswegs Pflege erwarten können. Aus den ersten Planungsgedanken und der Initiative "Wohnen im Alter" ist für ihn deutlich mehr geworden: "Es hat mich selber gepackt", sagt Tramer und gibt sich von den vier Aspekten des künftigen gemeinschaftlichen Wohnens ("Schorndorf ist zum Modell geworden") überzeugt. Dazu zählt die Selbstorganisation, indem die Hausgemeinschaft gemeinsam Leitgedanken entwickelt und die Mieter und Eigentümer gleichberechtigt über die Verwaltung und Organisation der Wohnanlage entscheiden. Großgeschrieben wird auch die Solidarität, indem sich die Hausgemeinschaft im Alltag je nach persönlichen Möglichkeiten gegenseitig hilft und unterstützt. Dazu kann Kinderbetreuung ebenso gehören wie Besorgungen. Festgeschrieben ist die Verbindlichkeit, indem sich Gruppenmitglieder verpflichten, freiwillig übernommene Aufgaben zuverlässig zu erfüllen. Stolz ist man auch auf die Nachhaltigkeit. Die Wohnanlage soll Niedrig-Energiebauweise erstellt werden.

Schorndorfer Nachrichten, 23. Mai 2006: